MovingTypes - Lettern in Bewegung

Bewegte Typografie:
Eine Retrospektive von den Anfängen des Films bis heute

Buchstaben sind längst mehr als das statische Medium vergangener Tage. 'MovingTypes' präsentiert 125 Jahre bewegte Typografie mit international wichtigen Beispielen. Nicht nur Bilder, auch Buchstaben lernten in dieser Zeit laufen. Sie wurden beweglich und mehrdimensional, erhielten Eigenschaften und sogar menschliche Züge.

Die Ausstellung zeigt neben Kurz- und Kinderfilmen, Vor- und Abspännen oder Filmausschnitten wie beispielsweise aus „Winnie the Puuh“ oder der „Sesamstraße“, aus „Delicatessen“ oder dem oscarprämierten Kurzfilm „Logorama“ auch computeranimierte, dreidimensionale Lebenswelten, in denen Texte virtuell erklärend im Raum schweben. Vertreten sind über 300 internationale Künstler und Gestalter wie Oskar Fischinger, Muriel Cooper, Gary Hill, Ludovic Houplin, Matthias Zentner oder auch Alex Gopher.

‚Moving Types' ist multimedial und interaktiv, spiegelt Zeitgeist und Medienwelt sowie deren Veränderungen, bringt Design nicht nur inhaltlich auf den Punkt, sondern auch durch sein avantgardistisches Ausstellungskonzept. Herzstück ist die "Medienlounge", in der die unzähligen Informationen auf über rund 300 kleinen weißen Würfeln im Raum zu schweben scheinen. Jeder Würfel enthält codiert eine Kurzdokumentation, ein Erklärstück oder einen Filmausschnitt. Auf iPads lassen sich die Informationen einlesen und anschauen.

Für jeden Ausstellungsort – bisher Mainz und Schwäbisch Gmünd – wurde eigens eine 'Medienfassade' konzipiert und programmiert, die von Besuchern per SMS mit gestaltet werden kann. Die Medienfassade in Mainz ist zur permanenten Einrichtung geworden und wird unter der Nummer 0152 36 974 123 erreicht. Die jeweiligen Schauen werden von Programmen aus Gesprächen, Führungen, Workshops und Filmnächten begleitet.

Kuratoren: Prof. Ralf Dringenberg, Prof. Anja Stöffler,
Mitarbeit: Prof. em. Harald Pulch

Die mehrfach ausgezeichnete Medienausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ wurde konzipiert, gestaltet und umgesetzt vom zzg – Zentrum Zeitbasierte Gestaltung, ein Verbund des img der FH Mainz (Prof. Anja Stöffler) und der HfG Schwäbisch Gmünd (Prof. Ralf Dringenberg) in Kooperation mit dem Gutenberg-Museum Mainz (Dr. Annette Ludwig).